Unsere Vergangenheit spricht in vielen Formen zu uns: In Kirchen, Burgen, Festungen, Wohnhäusern, Industriebauten und vielen anderen baulichen Denkmälern, in der von vielen Generationen geschaffenen Kulturlandschaft, in Kunstwerken, Dingen des Alltags, Literatur, Archivalien.
Sie ist lebendiger, als man oft glaubt. Doch sie bedarf der Forschung und Aufbereitung, damit sie lebendig vor uns steht. Publikationen, Präsentationen, Vorträge und Führungen sind gute Wege, der Vergangenheit näherzukommen. Als Germanist und Kunsthistoriker, zudem vertraut mit Aspekten der Militärgeschichte und der Kulturgeschichte allgemein, biete ich diese Vermittlung in Koblenz und Umgebung, insbesondere an Mittelrhein, Untermosel und den angrenzenden Mittelgebirgs-Landschaften an.
Seien es die Bauten der preußischen Festung Koblenz, Kirchen in Koblenz, die Stadt Koblenz selbst oder die Burgen und Festungen der Region - in Vorträgen, Führungen, Reisebegleitungen und geführten Wanderungen bringe ich sie Ihnen näher.
Daneben biete ich Forschungen in Archiven, die Erstellung von Publikationen wie Führern oder Chroniken ebenso an wie die Aufarbeitung von Sammlungen oder schriftlichen Nachlässen.
Genauere Informationen über meinen Werdegang, meine bisherigen Tätigkeiten und meine Angebote bieten die weiteren Seiten.
In the city of Koblenz and its surroundings, especially in the valley of the Middle Rhine, more than 2,000 years of history still live. Old towns with town walls, Roman remainders, medieval castles, early modern fortresses, medieval churches, town walls, vineyards, legends, myths, poems – they all tell us of the life of the Rhenish people since the Roman time. They tell us a history of the peoples’ belief and thought, of their struggle and comfort.
You can discover this during a guided tour or a lecture. I offer you guided tours in the city of Koblenz with its churches and fortifications, along the Middle Rhine between Bonn and Mainz and in the surroundings of the Middle Rhine.
I have studied art history and German literature and I do research in historical churches and fortifications in the Rhineland. Since 1991, I have gained experiences in developing and making guided tours also in English. I can guide you during a walk or a walking tour and also in your bus or on your boat. At this homepage, you find the sights that I know the best. Of course, I will combine sights to a special tour for you.
If you are interested, please ring me up or send me an e-mail message.
*** Neuerscheinungen ***
Wandern auf Rheinsteig und Rheinburgenweg - ab Januar 2012 in der 4., aktualisierten Auflage 2012
Im Januar 2012 erscheint, zeitig zur neuen Wandersaison, die 4., aktualisierte Auflage meines Wanderführers "Wandern auf Rheinsteig und Rheinburgenweg".
Seit dem 10. März 2007 ist mein Wanderführer zum Mittelrhein im Buchhandel erhältlich. Am 27. April 2007 wurde er in der Koblenzer Buchhandlung Reuffel der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Januar 2008 erschien das Buch in der 2., aktualisierten Auflage. Der Wanderführer erschließt auf Rheinsteig und Rheinburgenweg sowie auf Nebenwegen die Kulturlandschaft zwischen Bonn und Wiesbaden, auf einer Länge von 603 km, über die Höhen und Weinberge, in romantische Weinorte und mittelalterliche Städte sowie zu mehr als 40 Wehr- und Schutzbauten von vorgeschichtlichen Wällen über den Limes und die mittelalterlichen Burgen bis zu neuzeitlichen Festungen und Relikten des Kalten Krieges.
Manfred Böckling: Wandern auf Rheinsteig und Rheinburgenweg. 4., aktualisierte Auflage – Ostfildern: DuMont Reiseverlag 2012 (=DuMont aktiv).
180 Seiten im handlichen Format, 5 einführende Kapitel, 35 Touren, zu jeder Tour eine exakte Karte und ein Höhenprofil, dazu 38 Abbildungen von den Touren.
21, vorwiegend an das Bahnnetz angebundene Touren mit einer Gesamtlänge von 377 km beschreiben den Rheinsteig von Bonn nach Wiesbaden. Die Anbindungen an das Eisenbahnnetz und Abstecher erschließen weitere Sehenswürdigkeiten des Mittelrheingebietes, so den barocken Totentanz bei Bruchhausen und die Abtei Rommersdorf.
14 Touren mit einer Gesamtlänge von 226 km erschließen weitere Teile der Landschaft, angelehnt an Rheinsteig-Zuwegen und dem Rheinburgenweg, der linksrheinisch weitgehend berücksichtigt ist. Sie erschließen schöne Strecken des Rheinburgenwegs wie von Bad Breisig nach Andernach oder von Oberwesel nach Bacharach oder sind Rundwege, so zum Anfang des römischen Limes bei Rheinbrohl, rund um das Ehrenbreitsteiner Mühlental, durch den Koblenzer Stadtwald, rund um Kaub auf den Spuren von Blüchers Rheinübergang oder im Soonwald und Morgenbachtal zwischen den romantischen Burgen Sooneck, Heimburg, Reichenstein und Rheinstein.
Die neue Gestaltung des Buches kommt frisch daher und fördert die von der Reihe "DuMont aktiv" bekannte Übersichtlichkeit und Handlichkeit. Numerierte Wegepunkt erleichtern die Orientierung in Text, Karte und Höhenprofil. Der Inhalt ist auf den neuesten Stand gebracht. Alle bis zum Sommer 2009 durchgeführten Änderungen am Rheinsteig und am Rheinburgenweg sind berücksichtigt, unter anderem die mit Blick auf die Baumaßnahmen und die Bundesgartenschau 2011 in Koblenz erfolgte Umlegung des Rheinsteigs in Ehrenbreitstein und Niederberg.
Schöne, spannende Wanderungen und neue Einblicke in die Landschaft links und rechts des Mittelrheins mit diesem Buch wünscht Ihnen der Autor.
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Aktuelle Termine
Die stillen Bewohner von St. Kastor
In der Basilika St. Kastor zu Koblenz sind Zeugnisse von der Vorstellung der Gemeinschaft der Lebenden und der Toten besonders dicht überliefert.
In der Basilika und an den Mauern des Blumen- und Rosenhofs neben der Kirche sind Grabplatten und Epitaphien vom 14. bis zum 18. Jahrhundert erhalten. Die Grabplatten bedeckten einst die Gräber im Boden der Kirche und der Stiftsgebäude.
Die Grabmäler erinnern an die Trierer Erzbischöfe Kuno von Falkenstein (1362-88) und Werner von Königstein (1388-1418) ebenso wie an Stiftsherren, die in St. Kastor gewirkt haben, und an Stifter. Im Memorienbuch sind ihre Totengedächtnisse verzeichnet, die über Jahrhunderte von den Stiftsherren in Gestalt von Vigilien und Messen begangen wurden. Die Verstorbenen blieben so über Jahrhunderte den Lebenden bekannt und waren sich deren Gebetes sicher.
Diese Führung erinnert an einige der in St. Kastor Begrabenen und stellt die Formen des Totengedächtnisses ebenso vor wie Aspekte des Umgangs mit dem Tod in jener Zeit, in der man stärker als heute versuchte, das Gedächtnis der Toten zu pflegen.
Neue Termine sind in Vorbereitung.
Dauer: ca. 90 Minuten
Treffpunkt: Vor der Basilika St. Kastor
Kostenbeitrag: 5 Euro pro Person
Der Koblenzer Hauptfriedhof
Führung über den Koblenzer Hauptfriedhof
Im Jahr 2010 ist der Koblenzer Hauptfriedhof 190 Jahre alt geworden. Im Januar 1820 fanden die ersten Beisetzungen statt. Am 28. Mai 1820 weihte der Pfarrer von St. Kastor, Johann Heinrich Milz, der 1824 Trierer Weihbischof werden sollte, den zentralen Koblenzer Friedhof.
Die Koblenzer Stadtgeschichte wird auf dem Hauptfriedhof lebendig. Seine Gräber erinnern an bedeutende Persönlichkeiten wie den Dichter Max von Schenkendorf oder den Verleger Carl Baedeker sowie die Wohltäterin Caroline Settegast, den Ehrenbreitsteiner Maler Theophil Gassen und den Pfarrer der Liebfrauenkirche Carl Albrecht. Ehrengrabstätten erinnern an die Toten der Bombenangriffe der beiden Weltkriege auf Koblenz und die an den Fronten, auch im Raum Koblenz, gefallenen Soldaten sowie an die Opfer des Brückeneinsturzes bei der "Rheinland-Befreiungsfeier" 1930 und die deutschen Veteranen der Armee Napoleons.
Die verschiedenartigen Gräber in einer einzigartigen Parklandschaft spiegeln den Umgang mit dem Tod und Formen des Totengedenkens seit den 1820er Jahren. Christliche Formen finden sich ebenso wie antikisierende Formen. Steinerne Gedenksteine stehen neben gußeisernen Grabmälern aus der Sayner Eisenhütte.
Bei einer etwa zweistündigen Führung mit Manfred Böckling ist Gelegenheit, verschiedene Facetten des Hauptfriedhofs kennenzulernen.
Termine im Jahr 2012:
Samstag, 15. April 2012, 15.00 Uhr
Pfingstmontag, 28. Mai 2012, 15.00 Uhr
Mittwoch, 20. Juni 2012, 18.00 Uhr
Freitag, 20. Juli 2012, 18.00 Uhr
Samstag, 18. August 2012, 15.00 Uhr
Samstag, 13. Oktober 2012, 15.00 Uhr
Samstag, 3. November 2012, 14.00 Uhr
Sonntag, 11. November 2012, 14.00 Uhr
Treffpunkt ist am Eingang neben dem Verwaltungsgebäude in der Beatusstraße (bei der Baumscheibe).
Kostenbeitrag: 5 €.
Begrenzte Teilnehmerzahl! Anmeldung erbeten unter Tel.: 0170/ 3462382 oder E-Mail.
***** Darüber hinaus führe ich Sie gerne zu einem Termin Ihrer Wahl. *****
Weitere Führungen in Koblenz und Umgebung
Auch die anderen auf dieser Homepage genannten Führungen und geführten Wanderungen können Sie bei mir buchen. Zudem sind Variationen und Kombinationen dieser Führungen möglich.
Preise: Zweistündige Führungen kosten für eine Gruppe pauschal 80 Euro. Jede weitere Stunde kostet 30 Euro. Vorträge mit und ohne Lichtbilder kosten pauschal 160 Euro (bei weiterer Anreise ggf. mit einem Zuschlag).
*** Fragen Sie mich unverbindlich nach Angeboten und Möglichkeiten! ***
Es gibt in Koblenz, seiner Umgebung und am Mittelrhein viel zu entdecken. Man findet es am besten, wenn man sich ihm in kundiger Begleitung auf jene Weise nähert, die Victor Hugo bevorzugte, der 1840 den Mittelrhein bereiste:
Rien n‘est charmant, à mon sens, comme cette façon de voyager. -À pied!- On s‘appartient, on est libre, on est joyeux; on est tout entier et sans partage aux incidents de la route, à la ferme où l‘on déjeune, à l‘arbre où l‘on s‘abrite, à l‘église où l‘on se récueille. On part, on s‘arrête, on repart; rien ne gêne, rien ne retient. On va et on rêve devant soi.Victor Hugo, Le Rhin, Lettre vingtième: De Lorch à Bingen
Übersetzung: „Nichts ist so bezaubernd -nach meiner Meinung- wie diese Art zu reisen. –Zu Fuß!- Man gehört sich selbst, man ist frei, man ist glücklich; man gehört ganz und ungeteilt den Ereignissen auf dem Weg, dem Bauernhof, in dem man zu Mittag ißt, dem Baum, unter dem man Schatten sucht, der Kirche, in der man sich sammelt. Man bricht auf, man hält an, man bricht wieder auf; nichts stört, nichts hält zurück. Man geht, und man träumt vor sich hin.“